Dieses Lied wurde für Heike geschrieben. Sie ist im Jahr 2015 im Alter von 52 Jahren an den Folgen eines Hirntumors verstorben. Als wir uns kennenlernten, war ich 20 Jahre alt, mit 21 haben wir geheiratet. Wir kannten uns über 30 Jahre, obwohl schon lange geschieden, waren wir bis zum Ende, bis zu den letzten Stunden im Hospiz, in einer sehr innigen Freundschaft verbunden. Der Song enthält dann auch persönliche Passagen. Teilweise sind es Textfragmente, die nur enge Freunde aus früheren Zeiten verstehen, bis hin zu Erinnerungen aus frühester Jugend. Auch eigene, persönliche Erinnerungen werden skizziert. Songs, wie zum Beispiel die von Neil Young, haben uns von Anfang an geprägt. Nun waren sie auch am Ende noch von Bedeutung für uns. „Kinder fahren am Feld entlang“ beschreibt unsere beiden Jungs Tino und Daniel. Sie fuhren damals mit alten Fahrrädern an einem Sommerfeld entlang. Es sind solche Bilder, die sich für immer im Geiste eingebrannt haben. Aber auch meine Gefühle und Situationen während der Krankheitsphase werden im Lied angedeutet: „Und es war die Zeit, als wir die Worte nicht mehr fanden“. Heike konnte zum Ende ihrer Krankheit nicht mehr sprechen und schreiben, wollte sich aber unbedingt verständlich machen, was nicht mehr gelang. Sie war eine starke Frau, aber in ihren Augen sah ich dann diese Resignation. Es war ihr bewusst, sie hatte den Kampf verloren. Selbst dazu konnte sie sich nicht mehr äußern. „Als der Regen kam“ – Oft lagen wir nur da und lauschten dem Regen. Die Gitarre am Ende verzerrt und zerreißt das Lied absichtlich und symbolisiert so einen Aufschrei der Hilflosigkeit. OD 24.10.2017